Deinen ersten Geo-Grid-Scan starten

Am schnellsten verstehst du es, wenn du es einmal machst

Geo-Grid-Scanning erklärt sich leichter durch Vormachen als durch Beschreiben. Genau das ist diese Anleitung — jeder Schritt zwischen dem ersten Öffnen von SeoMap und der fertigen Heatmap auf dem Bildschirm, in der Reihenfolge, in der er wirklich passiert.

Schritt 1: Den Betrieb verknüpfen

Alles beginnt damit, SeoMap genau zu sagen, welchen Betrieb es tracken soll — dafür gibt es zwei Wege. Der direkte Weg ist eine Suche: Namen eingeben, aus den passenden Google-Maps-Einträgen auswählen, fertig. Diese Zuordnung läuft über die exakte Google-CID/Place-ID des Betriebs, nicht über seinen Namen — was in dem Moment wichtig wird, in dem zwei Betriebe irgendwo denselben Namen tragen. Ein klassisches Problem bei Franchises, Ketten und gewöhnlichen Firmennamen wie „Müllers Kfz-Werkstatt“, die es in mehr als einer Stadt gibt.

Der zweite Weg überspringt die Suche komplett: ein Klick auf Google-Search-Console-Import. Das Verbinden einer Search-Console-Property legt das Projekt automatisch an und belegt dessen Keyword-Liste mit den echten Top-Suchanfragen dieser Property aus den letzten 90 Tagen — ein schnellerer und faktenbasierterer Start als Keywords ins Blaue zu raten. Wie beide Tools zusammenspielen, steht in Search Console und lokales Rank-Tracking.

Schritt 2: Keyword und Rastergröße wählen

Sobald der Betrieb verknüpft ist, folgt die nächste Entscheidung: wonach gesucht wird und wo. Das Keyword kann aus dem Search-Console-Import stammen oder manuell eingegeben werden — die meisten Betriebe starten mit ihrem wichtigsten Begriff. Spannender ist die Rastergröße: von einem kompakten 5×5 (25 Punkte) bis zu einem vollen 15×15 (225 Punkte), quadratisch oder kreisförmig, mit einem Punktabstand, der unabhängig von der Rastergröße einstellbar ist. Ein 7×7-Raster ist ein vernünftiger Standard für den ersten Scan; ein 13×13 rechtfertigt die höheren Kosten, sobald die Heatmap einen Pitch oder Kundenreport tragen soll. Die Abwägungen im Detail stehen im vollständigen Leitfaden zur Rastergröße.

Schritt 3: Die Kosten sehen, bevor du dich festlegst

Bevor der Scan läuft, zeigt SeoMap genau, was er kostet. Credits werden pro Rasterpunkt gezählt — 1 Credit pro Punkt bei einem Queue-Scan, 3 Credits pro Punkt bei einem Live-Scan —, ein 7×7 kommt also auf 49 oder 147 Credits, ein 13×13 auf 169 oder 507, ohne separates „Scan-Paket“, das man erst entschlüsseln müsste. Neue Konten starten mit 500 Gratis-Credits — genug, um einen echten ersten Scan zu fahren und das Ergebnis zu sehen, bevor überhaupt eine Plan-Entscheidung ansteht —, und darunter liegt bei jedem Konto ein hartes Tageslimit, das dafür sorgt, dass ein Scan nie zur Kostenüberraschung wird.

Schritt 4: Der Karte beim Füllen zusehen

Das ist der Teil, den man sich schwer vorstellen kann, bevor er tatsächlich vor einem passiert. Sobald ein Scan startet, bleibt die Karte nicht leer, bis alles fertig ist — sie füllt sich Punkt für Punkt, in Echtzeit, während jede Rasterkoordinate ihr eigenes echtes, simuliertes Google-Maps-Suchergebnis liefert. Ein voller 13×13-Scan, 169 einzelne Messpunkte, ist in unter drei Minuten fertig. Der eigenen Sichtbarkeit live beim Entstehen zuzusehen, statt auf einen statischen Report zu warten, ist für die meisten Erstnutzer der Moment, in dem klar wird, was ein Geo-Grid-Scan misst — etwas, das ein einzelner Ranking-Check nie zeigen könnte.

Jeder Punkt bleibt nach Scan-Ende interaktiv. Ein Klick öffnet die kompletten Top 20 an genau dieser Koordinate — Wettbewerber, deren Bewertungen, Rezensionszahlen und ob ein Eintrag als Anzeige gekennzeichnet war —, sodass ein roter oder grauer Punkt keine Sackgasse ist, sondern der Anfang einer konkreten Wettbewerbsprüfung.

Schritt 5: Die fertige Heatmap lesen

Sobald der letzte Punkt gesetzt ist, steht die farbcodierte, fertige Karte: Grün für Top 3, Gelb/Orange für Platz 4–10, Rot für 11–20, Grau überall dort, wo der Betrieb gar nicht in den Top 20 auftaucht. Darunter fassen drei Zahlen das Ergebnis zusammen — ARP, die Durchschnittsposition dort, wo der Betrieb gefunden wurde; ATRP, derselbe Durchschnitt, aber inklusive der grauen „nicht gefunden“-Punkte statt sie wegzulassen; und SoLV, der Anteil des Rasters mit Top-3-Platzierung. Alle drei zusammen zu lesen — nicht nur die schmeichelhafteste — unterscheidet eine ehrliche Auswertung des ersten Scans von einer selektiven.

Wofür der erste Scan eigentlich da ist

Ein einzelner Scan ist eine Ausgangsbasis, kein Urteil. Sein eigentlicher Wert zeigt sich beim zweiten Mal: dasselbe Raster später erneut laufen lassen und den Scan-Vergleich genau zeigen lassen, was sich seit diesem ersten Lauf Punkt für Punkt verändert hat. Bis dahin ist die fertige Heatmap schon für sich genommen nützlich — als teilbarer Link ganz ohne Login oder als druckfertiger Bericht per Klick —, weshalb sie sowohl für den ersten Kunden-Pitch einer Agentur funktioniert als auch für einen Betrieb, der zum ersten Mal die eigene Sichtbarkeit prüft.

Der ganze Ablauf, von Anfang bis Ende, ist kurz: Betrieb verknüpfen, Keyword und Raster wählen, Kosten sehen, dem Füllen zusehen, die Karte lesen. Nichts davon setzt voraus, Local SEO schon zu verstehen — genau dafür ist die fertige Heatmap da.

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Leg die Karte über dein Einzugsgebiet.

Der erste Scan dauert keine drei Minuten. Danach siehst du deine Sichtbarkeit so, wie deine Kunden sie sehen.

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